Der Verein Klima und Energie Bezirk Perg umfasst aktuell 20 Gemeinden, die gemeinsam das Ziel verfolgen, die Energiewende in der Region aktiv voranzutreiben und langfristig eine nachhaltige, leistbare und regionale Energieversorgung sicherzustellen. Grundlage dafür soll eine gemeindeübergreifende Energiestrategie sein, die es ermöglicht, Maßnahmen mit dem größten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu identifizieren, umzusetzen und deren Wirkung langfristig zu evaluieren. Voraussetzung dafür ist jedoch eine konsistente und qualitativ hochwertige Datengrundlage.
Aktuell werden energierelevante Daten in den Gemeinden sehr unterschiedlich erfasst – oftmals über individuelle Excel-Listen oder Insellösungen. Dadurch entstehen vielfache Herausforderungen – wie fehlende Vergleichbarkeit, hoher manueller Aufwand, eingeschränkte Auswertungsmöglichkeiten und mangelnde Grundlagen für strategische Entscheidungen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Gemeinden im Bereich Energie, Klima und Umwelt laufend.
Aufbau einer Infrastruktur sowie deren prototypische Implementierung zur Schaffung einer Datengrundlage für zukünftige Entscheidungen und Umsetzungen der Kommunen in den Bereichen Energie, Umwelt und Klima
Im Rahmen des Projekts sollen daher mit Unterstützung der LEADER Region Perg-Strudengau die Grundlagen für ein regionales, gemeindeübergreifendes und weitgehend automatisiertes Energiemonitoring- und Analysesystem geschaffen und prototypisch umgesetzt werden. Ergänzend dazu werden standardisierte Prozesse zur Datenerfassung, Datenpflege und Datenauswertung entwickelt. Ziel ist es, energierelevante Kennzahlen vergleichbar verfügbar zu machen, die Grundlage für eine datenbasierte Energie- und Klimastrategie zu schaffen sowie Fortschritte und Zielerreichungen künftig messbar zu machen. Dazu wird ein interaktiver Partizipationsprozess mit den teilnehmen Kommunen aufgesetzt, um im Sinne einer interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsam eine für alle passende Herangehensweise sowie Strategie für eine zukünftige Umsetzung zu entwickeln und diese auch prototypisch zu implementieren und zu testen.
Parallel dazu wird ein Aus- und Weiterbildungsprogramm für kommunale Mitarbeiter:innen entwickelt und umgesetzt. Gemeinden sollen dadurch in die Lage versetzt werden, Energiemonitoring und strategische Energieplanung eigenständig und qualitätsvoll umzusetzen sowie faktenbasierte Entscheidungen treffen zu können.
Zukunftsweisendes Energie- und Klimamanagement in den Gemeinden
Das Projekt schafft damit die organisatorische, digitale und personelle Basis für eine langfristige regionale Energie- und Klimastrategie und stärkt gleichzeitig die interkommunale Zusammenarbeit. Indirekt profitieren auch Bevölkerung und Unternehmen in der Region, da eine nachhaltige und wirtschaftlich attraktive Energieversorgung wesentlich zur Sicherung von Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Wertschöpfung beiträgt.
Der zentrale Mehrwert des Projekts liegt in der Schaffung einer langfristig nutzbaren Entscheidungsgrundlage für Gemeinden. Dadurch können Investitionen zielgerichteter geplant, Maßnahmen besser priorisiert und deren Wirkung messbar gemacht werden. Gleichzeitig stärkt das Projekt die interkommunale Zusammenarbeit und schafft die Grundlage für eine gemeinsame regionale Energie- und Klimastrategie.
Nicht zuletzt profitieren auch Bevölkerung und Unternehmen in der Region in hohem Maße. Eine nachhaltige und wirtschaftlich attraktive Energieversorgung trägt wesentlich zur Sicherung der Lebensqualität, regionalen Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der Region bei. Das Projekt unterstützt die Gemeinden dabei, sich langfristig als attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum zu positionieren und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Energie- und Klimawende zu leisten.






